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Immunologie des Hodens
Authors:Prof. Dr. A. Meinhardt  H.-Ch. Schuppe
Affiliation:(1) Institut für Anatomie und Zellbiologie, Abteilung Reproduktionsbiologie, Justus-Liebig-Universität Giessen,;(2) Zentrum für Dermatologie und Andrologie, Justus-Liebig-Universität Giessen,;(3) Institut für Anatomie und Zellbiologie, Justus-Liebig-Universität, Aulweg 123, 35385 Giessen
Abstract:Zusammenfassung Immunkompetente Zellen gehören zu den regulären Bestandteilen des interstitiellen Hodengewebes vieler Säuger, einschließlich des Menschen. Residenten Makrophagen und Mastzellen sowie den in geringerer Zahl nachweisbaren Lymphozyten werden vor allem regulatorische Funktionen zugeschrieben, die auch das sog. Immunprivileg des Hodens bedingen und zur Vermeidung keimzellspezifischer Autoimmunreaktionen notwendig sind. Jedoch ist auch eine pathologische Aktivierung des Immunsystems möglich, wie Tiermodelle zeigen, bei denen durch aktive Immunisierung oder den adoptiven Transfer spezifischer T-Lymphozyten eine Autoimmunorchitis ausgelöst werden kann. Beim Mann fanden immunpathologische Reaktionen im Hoden allerdings abgesehen von klinisch symptomatischen Orchitiden kaum Beachtung, obwohl Infektionen und Entzündungen im Genitaltrakt als wichtige ätiologische Faktoren einer eingeschränkten Fertilität gelten. Der Schlüssel zum Verständnis der Phänomene, die zur Ausbildung des Immunprivilegs oder im pathologischen Fall zu einer Schädigung der Hodenfunktion führen, könnte in der erkennbaren Überlappung von spezifisch testikulären Funktionen und immunregulatorischen Aufgaben der Zytokine im Hoden liegen. Im Gegensatz zu den bisher bekannten epidemiologischen Daten über symptomatische infektiös-bedingte Orchitiden, zeigten kürzlich erhobene Befunde bei infertilen Männern eine hohe Prävalenz von asymptomatischen entzündlichen Reaktionen im Hoden. Die meist fokal auftretenden entzündlichen Läsionen gingen mit erkennbaren Schädigungen der Hodenfunktion, meist der Spermatogenese, einher. Aus klinischer Sicht sollten Entzündungsreaktionen im Hoden als ursächlicher oder begleitender Faktor männlicher Infertilität nicht vernächlässigt werden. Von zukünftigen Untersuchungen über die zugrunde liegenden Mechanismen testikulärer Immunreaktionen erhofft man sich Anhaltspunkte, um therapeutisch gezielt in die Immunmodulation des Hodens eingreifen zu können.
Keywords:Testis  Leukozyten  Zytokine  Immunregulation  Infertilitä  t
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